Über mich
Als Schrifstellerin kann ich gar nicht anders, als den ganzen Tag lang denken
Catherine Lemieux, Ph.D.
+ 1984 auf den Magdalenen-Inseln (Québec, Kanada) geboren
+ seit 2014 in Wien.
+ Studium der Philosophie und vergleichende Literaturwissenschaften in Montreal, Paris, Berlin und Wien. (Promotion 2017)
+ seit 2016 als Schriftstellerin selbstständig. Zeitweise auch Lektorin an der Uni Wien.
Ich habe das Potenzial der philosophischen Praxis erkannt, als ich Literatur an der Universität unterrichtet habe. Je mehr ich mich mit meinen Studierenden austauschen konnte, desto bereichernder erschien mir die Begleitung ihrer geistigen Entwicklung. Zwar lassen sich durch traditionelle Vorlesungen gewisse Kenntnisse vermitteln, doch erst im lebendigen Dialog gewinnt der Gedankengang an Fahrt.
Veröffentlichungen: La consumation. Une métaphore de la pensée littéraire chez Bachmann, Plath et Duras. (Essay, Nota Bene 2019). Une affection rare (Roman, Triptyque 2018, Shortlist Prix des libraires du Québec). Lourdes (Roman, Boréal, 2023 nominiert für den Jovette-Bernier literarischen Preis) . Perséphone la nuit (Roman, Boréal, 2026).
Welche Philosophen haben mich beeinflusst?
Meine Ausbildung in Philosophie und Vergleichender Literaturwisschenschaft hat mich sehr früh dazu gebracht, sogenannte Antiphilosophen wie Adorno, Nietzsche, Pascal, Rousseau, Wittgenstein, Benjamin oder Bataille zu lesen. Um es sehr grob zusammenzufassen: Diese Denker haben die Macht der Vorstellungskraft über den Verstand erkannt und enthüllten die gefährlichen Illusionen eines rein logischen effizienzorientierten Denkens. Folglich nehmen sie eine äußerst kritische Haltung gegenüber traditionellen Philosophen ein. Ihre Ideen flossen in meine Forschungen über den philosophischen Kitsch bei Thomas Bernhard (hier verfügbar) sowie in meine Doktorarbeit über das literarische Denken bei Ingeborg Bachmann, Sylvia Plath und Marguerite Duras (ebenfalls hier verfügbar und hier veröffentlicht) ein.
“Ich gehe mit Hilfe meiner Füße, ich philosophiere mit Hilfe der Narren. Sogar mit Hilfe der Philosophen.” — Georges Bataille
Worum geht es in meiner schriftstellerischen Arbeit?
Meine Ausbildung in Philosophie und Vergleichender Literaturwisschenschaft hat mich sehr früh dazu gebracht, sogenannte Antiphilosophen wie Adorno, Nietzsche, Pascal, Rousseau, Wittgenstein, Benjamin oder Bataille zu lesen. Um es sehr grob zusammenzufassen: Diese Denker haben die Macht der Vorstellungskraft über den Verstand erkannt und enthüllten die gefährlichen Illusionen eines rein logischen effizienzorientierten Denkens. Folglich nehmen sie eine äußerst kritische Haltung gegenüber traditionellen Philosophen ein. Ihre Ideen flossen in meine Forschungen über den philosophischen Kitsch bei Thomas Bernhard (hier verfügbar) sowie in meine Doktorarbeit über das literarische Denken bei Ingeborg Bachmann, Sylvia Plath und Marguerite Duras (ebenfalls hier verfügbar und hier veröffentlicht) ein.
Offensichtlich bedeutet Denken mehr als nur das staunende Betrachten der Perlen der Tradition. Das auswendige Wiederholen von Nietzsche oder Heidegger verurteilt das Wissen nämlich zu einem bloßen Affentrick, bei dem steife existenzielle Haltungen nachgeahmt werden. Ein literarisches Denken verhindert, dass man sich in dieser zwar stabilen, aber letztlich unbefriedigenden Haltung des Connaisseurs bequem einrichtet.
— La consumation. Une métaphore de la pensée littéraire chez Bachmann, Plath et Duras
Warum habe ich Literatur- statt Philosophiebücher veröffentlicht?
Paradoxe und schwierige Wahrheiten werden in der Kunst am eindrückliscshsten dargestellt. Deshalb ist Literatur unschlagbar hilfreich, um die chaotische Vieldeutigkeit der Realität zu verstehen, zu tolerieren — und sogar zu genießen!